(IN-)STABILITÄT DURCH FRÜHKINDLICHE PRÄGUNGEN

Mit Hilfe unserer Muskeln drücken wir unsere Emotionen aus und erleben sie. Die Ansteuerung der Muskeln und die damit einhergehenden Emotionen erlernen, erfahren und integrieren wir in der Kindheit - und dies findet phasenweise statt. 

 

Stell Dir vor: Wenn ein Baby das Bedürfnis nach Sicherheit, Wärme, Schutz und Nahrung nicht regelmässig genug erfährt, dann macht es die Erfahrung, dass trotz aller Bemühungen von Robben und Kopfdrehen keine Mutter da ist, die es stillt oder beruhigt. Die Muskeln, die für diese Bewegungen zuständig sind, werden nicht bedient und somit nicht hinreichend entwickelt. 

 

Unsere Zellen speichern alle unsere Erfahrungen und teilen sie in ‚sicher‘ und ‚unsicher‘ ein. Wurde im Erlernen einer Muskelansteuerung Unsicherheit erfahren, reagiert das System mit Instabilität. Diese Zeit sich je nach Strategie in Hyperaufmerksamkeit, Fluchtverhalten, Überanspannung, Immobilität oder Erstarrung.

 

Es ist nun so, dass wir als erwachsener Mensch versuchen, Unsicherheit und Instabilität zu vermeiden und somit darauf bedacht sind, Muskeln, welche die in uns hervorrufen, möglichst nicht anzusteuern. Dies zeigt sich einerseits in einer unbewussten Vermeidungsstrategie. Andererseits kann es sein, dass gewisse Muskeln aufgrund fehlender Ansteuerung während ihrer Entwicklung funktionell gar nicht erst ans Nervensystem angeschlossen sind. Dies zeigt sich dann daran, dass wir gewisse Muskeln nicht wahrnehmen beziehungsweise gewisse Bewegungen erst gar nicht ausführen können.

 

Jeder Muskel kann mit feinen Übungen angesteuert werden. Hier bieten bewusste Atem- und Motorikübungen einen riesigen Fundus. Ebenso können Yoga-Übungen können in die verschiedenen muskulären Entwicklungsphasen eingeordnet werden.

 

GRUNDLAGE, UM INSTABILITÄT IN EINE NEUE ERFAHRUNG ZU INTEGRIEREN, IST DIE SICHERHEIT! Sicherheit ist ein Zustand im Nervensystem und wird im Hirnstamm ‚produziert‘. Fehlt diese Sicherheit, können die Bemühungen in einer Retraumatisierung enden. 

 

Deswegen haben in Neuro Yoga® Basis und Sicherheit höchste Priorität. Erst dann wird an den muskulären und faszialen Strukturen gearbeitet. Die Arbeit mit den eigenen Notfall- und Ankerübungen ist die Grundvoraussetzung, um Sicherheit nicht nur herzustellen, sondern auch differenziert wahrzunehmen und sich selbstbestimmt in neue Erfahrungen mit all den Emotionen, Bildern, Gedanken und Empfindungen zu begeben. 

Wie fühlt sich Sicherheit an? Wie Unsicherheit? Und wie die Veränderung, wenn ich meine Notfall- und Ankerübungen anzuwenden weiss? Was bedeutet es, Unterstützung zu holen? Wie fühlt sich Bedürfnisäusserung an? Kann ich in Beziehung sein und doch in meiner Mitte bleiben?

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