SCHAM, OHNMACHT, EINSAMKEIT - DAS TRAUMA DER UNTERDRÜCKTEN LEBENSKRAFT

Wenn das Kind mit 2 Jahren soweit motorisch autonom ist (gehen, bleiben, fortbewegen), kommt die nächste Phase - die Willensphase. In dieser Phase lernen wir, mit Emotionen umzugehen. Wir haben eine Idee, die wollen wir umsetzen. Bis dahin ist ein Weg, auf welchem uns Freude, Ärger, Angst, Frust, Trauer, etc begegnen können – und mit dieser Lebenskraft und diesen Gefühlen müssen wir lernen, umzugehen. Es ist die Aufgabe der Eltern, uns das zu zeigen. Sind diese nun ihrerseits überfordert mit Gefühlen, übernehmen wir deren Umgang damit.

Also reagieren wir bei schwierigen Emotionen so, wie die Eltern es uns vorzeigen - mit Ohnmacht, Überforderung, Hilflosigkeit, Aggression, Unterdrückung etc. In uns drinnen sieht es aber noch ganz anders aus: Wir fühlen uns nicht verstanden, falsch – und schämen uns dafür und für unser Dasein. Eigentlich bräuchten wir nun ein Gegenüber, welches uns begleitet und zeigt, was das ist, und wie wir diese starken Emotionen halten können. 

Im Erwachsenenalter suchen wir verzweifelt weiter - meist beim Partner. Hat dieser auch keine Lösung, kollabieren wir noch mehr 'zurück', und da ist es dann wieder: das Gefühl von Scham, Versagen, Einsamkeit, Schuld. Entweder reagieren wir mit einer Strategie erneut so, wie es uns vorgelebt wurde (zb. Aggression, Streit, Davonlaufen, Nähe-Seeking - Klammern, Dissoziieren), die unsere Beziehung belastet, oder wir erkennen die Dynamik - und dass sie völlig normal ist! 

Befinden wir uns in diesem Gefühl der Schuld und Scham, ist das eigentliche Problem, dass wir in unserer Kraft nicht gesehen werden oder diese Kraft abgelehnt wird. Das macht ohnmächtig. Ohnmacht zeigt sich in Form von innerlich gefühltem Grenzen- und Stabilitätsverlust. Und so können wir auch gar keine Beziehung auf Augenhöhe mehr führen. Es kommt in der Beziehung zu 'Machtkämpfen' mit der eigenen Beziehungsdynamik. Jemand ist der Schuldige, jemand das Opfer.

Etwas vom Schlimmsten für das innere Kind ist, in diesem Moment erneut keine Unterstützung in Dilemma von Kraft und Emotionen zu erhalten, und nicht darin gesehen zu werden. Wenn der anwesende Partner selbst ein Thema damit hat, entsteht ein Teufelskreis.

Das Thema kommt auf, wenn die Traumaenergie angestossen wird - zb. in der gefühlten Exposition vergangener, ungelöster Konfrontationen. Da wir zu dieser frühkindlichem Zeit noch nicht gelernt haben, bei anderen Bezugspersonen Hilfe in Anspruch zu nehmen, sind diese starken Gefühle mit Einsamkeit gekoppelt. Es fällt uns sehr schwer, mitzuteilen, wie es in uns aussieht - aus Angst vor (gewohnter) Abwertung, erneuter Unterdrückung und Ablehungung unserer Kraft. Deswegen fällt es uns im Erwachsenenalter so schwer, Schuld, Scham, Ohnmacht, Einsamkeit als Zeichen tiefer frühkindlicher Grenzüberschreitung und Verletzung zu erkennen und extern Hilfe zu suchen. 

Das Gute an der Geschichte: es ist ein kollektives Thema, und wir werden mehr verstanden, als wir uns erträumen können! Durch achtsame und bewusste Ansteuerung derjenigen muskulären Strukturen, welche in dieser frühkindlichen Phase mit den oben beschriebenen Gefühlen ans Nervensystem angeschlossen werden, können wir im therapeutischen Setting wieder in Kontakt kommen mit dem, was uns an den Rand der Verzweiflung treibt. Mit dem Nervensystem spezifisch angepassten Übungen aus dem Neuro Yoga® erhalten wir die Fähigkeit zurück, uns zu regulieren – diese Erfahrung gibt uns unsere Lebenskraft zurück!

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