VIVEKA oder CHAOS?

VIVEKA oder CHAOS?  Aus der Perspektive des Neuro Yoga®

Viveka bedeutet Unterscheidungskraft des Geistes. Was Chaos ist, wissen wir alle. Während Chaos in uns herrscht, wünschen wir uns nichts geringeres als mehr Viveka. Doch oft bleibt es bei dem Wunsch. Warum ist das so? Und was können wir tun, um im Chaos ganzheitliche Ordnung zu schaffen? Und im besten Fall sogar daran zu wachsen?

 

Wer sich noch nicht mit den unterschiedlichen Ästen des Vagus-Nervs auseinandergesetzt hat, mag dies vielleicht bald nachholen und befasse sich mit der Polyvagal-Theorie von Steven Porges. Denn allein unterscheiden zu können, welcher Ast gerade aktiv ist und welcher nicht, trägt viel zu Viveka bei.

 

Neurophysiologisch betrachtet kann Viveka nur dann stattfinden, wenn der Ventrale Vagus (VV) aktiv ist. Denn dann ist der präfrontale Kortex (PFC) - also der Ort, an welchem gemäss Upanishaden und anderen vedischen Quellen unser Geist sitzt - optimal aktiv. Gekoppelt an den Ventralen Vagus ist ebenfalls die optimale Herzfrequenzvariabilität (HFV) - es wird dann von einem geöffneten Herzen gesprochen, und in den Upanishaden ist dies der Schlüssel zum Seelenkontakt, welcher die Erfahrung des wahren Selbst ermöglicht.

 

Die Triade VV, PFC und HFV ist der Zustand, in welchem sich Brahma (Schöpferkraft; wortwörtlich: das, was Raum einnimmt; auch bekannt als Breath of Life in der BCST) ausbreiten kann. Fällt einer dieser Komponenten weg, herrscht Chaos.

Chaos ist ein Zustand, aus welchem wir oft nur erschwert herauskommen. Er ist geprägt von Geisttrübungen und Verwirrungen. Chaos ist beängstigend. Chaos bringt uns in den berühmten 'Trauma-Strudel'. Chaos ist die Erscheinung eines aktivierten Sympathikus ohne die Anwesenheit des Ventralen Vagus (unserer Sicherheits-Bahn), was wiederum den PFC und die HRV herunterfährt und den Zugang zu Viveka und unserer Seele erschwert. Und somit spirituelles Wachstum ziemlich schwierig macht bis gar verunmöglicht (nicht vom Fleck kommen).

Chaos tritt dann ein, wenn unser PFC für ein herausforderndes Erlebnis keine Lösung für den Umgang damit hat. Ein Zustand, den wir aus der Traumaarbeit nur zu gut kennen. Anweisungen wie etwa "Sieh es doch mal so... oder so..." oder "Konzentriere Dich auf Dein Herz" taugen in diesem Moment nicht immer und können die Verzweiflung nur noch verstärken. Was nun als allererstes etabliert werden muss, um Viveka (PFC) und der Zugang zu unserem Selbst (HRV) zu etablieren, ist die Aktivierung des Ventralen Vagus. Und wie soll das gehen?

 

Dieser Frage hat sich Neuro Yoga® gewidmet und eine Serie von Übungen (Asana, Pranayama) und Prozessintegration-Tools (Pratyahara) zusammengestellt. Die Aktivierung der Triade VV - PFC - HRV ist das Herzstück dieser Arbeit. Hier kommt Wissen aus den körperzentrierten Methoden, welche sich an der Polyvagal-Theorie orientieren, und den ursprünglichen yogischen Erkenntnissen (Upanishad, Yogasutren) zusammen. Für jeden Menschen gibt es zwei, drei Übungen, die besonders gut funktionieren. Der Effekt des Klarwerdens, das zur Ruhekommen der Wellen, ist so erfreulich und wohltuend, dass sich Brahma im ganzen Körper ausbreitet. Glück, Freude, Zuversicht - Fühlbare Begleiterscheinungen auf dem Weg der Erkenntnis. Let there be OM.

 

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